How to get into the New York Times?

Chic, oder?

Chic, oder?

Auszug aus der New York Times vom 7. November 2016

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Gefinished und geflashed in/von New York City!

Der schönste Marathon meines Lebens – so schwierige Rahmenbedingungen und höchste Sicherheitsvorkehrungen wurden vom Sonnenschein überstrahlt. Der Flug nach New York, der Besuch auf der Marathonmesse, Sight-seeing, Pasta Party lief alles wie am Schnürchen. Dann kam der große Tag: Bereits um 5.50 Uhr saßen wir im Bus Richtung Staten Island und waren nach ca. 1 Stunde Fahrzeit auf dem Startgelände. In den Startdörfern (Orange, Blau und Grün) gab es Kaffee, Tee, Wasser, Obst, Donuts und Riegel, und das Wetter ermöglichte uns, dass wir uns entspannt irgendwo niederlassen und ausruhen konnten.  Dann war es endlich um 10.40 Uhr soweit und nach der US-Hymne und „New York“ von Frank Sinatra fiel der Startschuss! Rauf auf die Verrazano Brücke und wir konnten auf der Doppelstockbrücke oben laufen. Ein Blick beim Start auf das untere Stockwerk verdeutlichte wieder, wie viele Läufer um diese unchristliche Zeit motiviert waren, an die Startlinie zu kommen. Ein herrlicher Ausblick Richtung Manhattan bot sich beim Überqueren der Brücke nach Brooklyn. Schon kam der zweite Stadtteil: Brooklyn – wow, tausende Menschen säumten die Straßen und feuerten die Läufer an. Bands spielten, DJs sorgten für Unterhaltung und die Sonne lockte Mann und Maus auf die Straße. Durch Brooklyn Richtung Queens führte uns der Weg über die Pulaski Bridge und Queensboro Bridge nach Manhattan. Auf der Queensboro Bridge hatte ich den ersten mentalen Hänger. Das war ca. nach 24 Kilometern, als es mich plötzlich unglaublich nervte, dass so viele Läufer weder das Tempo noch die Spur hielten. Das heißt, ich musste ständig ausweichen, im Zickzack laufen und Nicole im Blick behalten. Das kostete Energie, doch ich brauchte doch meine Kraft zum Laufen … Nicoles Geheimwaffe gegen meine schlechte Laune beim Laufen sind die Powerbar Coladrops. Sehr zu empfehlen! Immer wenn ich anfing zu meckern, steckte sie einen Coladrops in mich rein und weiter ging es. Die Getränkeversorgung war super, Gele und Drops hatten wir selbst dabei. Das war auch gut so, denn Bananen und Gele gab es reichlich spät.

Nun also rein nach Manhattan Richtung Bronx – ohne Marathon würde ich da niemals hinkommen. So schön fand ich die Gegend jetzt auch nicht (Brooklyn und vor allem Williamsburg waren bezaubernd) aber die New Yorker Fans sind unglaublich – immer noch überall Musik und begeisterte Menschen an der Strecke. Nach der „Mauer“ in der Bronx führte der Weg Richtung Central Park – noch ein Drops von Nicole – und ab nach Manhattan, rein in den Central Park und es zog und zog sich. Ein weiterer Drops war nötig, und noch eine Kurve und nochmal um die Ecke – dann endlich, die Flaggen ab Mile 26 und Ziel in Sicht!!! Gefinished

Gleich ging es weiter – weiter – nicht stehenbleiben – kein Platz – keine Pause – weitergehen! Los – weiter, es kommen noch 20.000 Sportler – move. Wir ergatterten eine Wärmefolie und weiter weiter – Medaillen wurden verteilt – los weiter – weitergehen! Nun wurden Finisherbeutel verteilt und wir konnten uns mit Flüssigkeit und Essen versorgen. Außer Salzbrezeln konnte ich nichts essen – los weiter – go ahaed! Come on, don´t stop, weiter – endlich konnten wir den Central Park verlassen und die Wärmeponchos um uns werfen. Weiter los – nicht stehenbleiben – puh – keine Möglichkeit, dem Strom der Marathonis zu entkommen – es war noch ein langer Weg zum Hotel, die Stadt war voll, die U-Bahn am Central Park fuhr leider nicht in Richtung unseres Hotels und rund um die 5th Avenue waren die Straßen wegen der Terrorgefahr am Trump Tower gesperrt. Endlich erreichten wir überglücklich das Hotel.

Trotz unserer Erkältungen, Jetlag, Knie- und Schienbeinschmerzen sind wir prima durchgekommen. Die Coladrops halfen gegen mein Gemotze und im Nachhinein ist mir auch klar, warum so viele Läufer gegangen sind, Fotos gemacht haben, telefonierten, usw. – das Ziel ist für 9 Stunden geöffnet. Viel häufiger als sonst sahen wir Läufer und Walker mit Handicaps. Da man das eigene Tempo sowieso aufgrund des Platzmangels nicht durchlaufen kann, kann man auch einen Gang herunterschalten und den Lauf durch diese schaurig-schöne, verrückte, bunte, laute, hektische Gute-Laune-Stadt genießen.

New York City – zum 60. Geburtstag von Nicole und mir sehen wir uns wieder!

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Startnummer 46884

Die Startunterlagen sind da, das Programm steht, die Kilometer sind abgespult und Regine hat sich Bazillen eingefangen …

Seit Mittwoch liegt ich auf der Nase und tendiere zwischen „Komplettabsage“ oder „Zuschauen beim Marathon“ oder „Starten und sehen was passiert“ hin und her. Tja, der Stecker war rausgezogen, ich war schon aus der Puste, wenn ich zwei Stockwerke zu Fuß gegangen bin. Nun, am Sonntag, fühle ich mich mental wieder fit, aber die Stimme klingt noch wie Amanda Lear – kennt die noch einer? Egal – bis Donnerstag, dem Abflug habe ich noch Zeit, gesund zu werden. Mittwoch habe ich schon frei und ein Lauf ist geplant – mal sehen, wie sich das anfühlt…

Oder ist das wieder alles reine Nervensache?

Die Kilometer sind in den Beinen und seit heute nachmittag freue ich mich wieder auf die Reise. Habe ich schon von der Orga der Marathonteilnahme erzählt? Folgende Herausforderungen stellen sich:

  1. Zeitumstellung auf Winterzeit in NYC am 6. November
  2. Abholung der Marathonis um 6.00 Uhr am Hotel (morgens!!!)
  3. Geplante Startzeit: 10.40 Uhr

Was soll ich denn von 6.00 Uhr bis 10.40 Uhr machen?  Es wird empfohlen, sich mit Altkleidern warmzuhalten, die man kurz vor dem Start auszieht und dort liegen lässt. Die Klamotten sind schon herausgesucht und bei einigen youtubeclips sehen die Teilnehmer aus wie bei einer Berberdemo – gut dass ich nicht eitel bin – grins! Die Wettervorhersage sagt 12° voraus – gefühlt wie 9°. Aber wohl am Mittag, oder? D. h. ich stelle mich auf schattige Temperaturen ein. Im „Startvillage“ sind aus Sicherheitsgründen keine Schlafsäcke erlaubt, eine Isomatte ist ok – und schon eingepackt. Auf die Sicherheitsvorkehrungen bin ich sehr gespannt – nicht nur beim Marathon sondern auch auf dem Flughafen, etc.

Drückt mir bitte die Daumen, dass ich schnell wieder gesund und fit werde.

WAS? Seit 3 Wochen nix Neues???

Ojemine, der Urlaub war natürlich grandios, ich bin weniger gelaufen dafür gaaanz viel mit Schatzi spazieren gewesen – trainiert die Gelenke ja auch.

Wie auch immer – tolle Zeit in Frankreich, viel über die Geschichte – speziell über den 2. Weltkrieg gelernt. Die Betonzeugen des Nazi Atlantikwalls sind erschreckend robust. Die Strände an der  Normandie sind ein Traum, die Tide ist beachtlich.

Die letzten beiden Wochenenden habe ich mit langen Läufen verbracht, das Wetter spielte mit und die Zeit rast in beängstigendem Tempo – nur noch 4 Wochen bis NYC.

Vorgestern haben wir den Film „Snowden“ von Oliver Stone im Kino gesehen, gestern habe ich das Visum beantragt – coole Mischung oder? Wie auch immer, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, ich freue mich sehr auf den Big Apple. Die Sicherheitsvorkehrungen werden enorm sein – wir werden sehen.

Körperlich fühle ich mich sehr gut, jedoch ist mir gestern auf dem Weg zum Wäschekeller das linke Knie verrutscht. Autsch – es zwackt! Wir stellen fest: Haushaltsarbeit ist eine große Gefahrenquelle. Wie sieht es mit einer Gefahrenzulage aus, meine Herren?  Mental gehe ich die Marathon-Strecke vor dem Einschlafen durch, es beginnt mit einem Anstieg auf den höchsten Punkt des Marathons und dann wellig über die vielen Brücken Richtung Central Park.

Und hier noch Bilder aus dem schönen Frankreich:

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Nun ist Urlaub dran!

Erst der Lauf, dann der Urlaub

Letzten Sonntag, am 11.09.2016, nahm ich mit einigen AZ-Kolleginnen am Alsterlauf teil. Die 10 Kilometer wollte ich in weniger als einer Stunde absolvieren. Diese Strecke rief Erinnerungen an die gute alte Zeit bei GSK in mir wach – als ich mit Cilly und Simone, Elmar, Dirk, Knötzschi, Ilka und so weiter um die Alster gelaufen bin. Doch zum Nachhängen an diese Erinnerungen blieb keine Zeit – ich wollte mich konzentrieren, und in mich hineinhorchen, ob alles ok ist. Mit Katrin bin ich die ersten Kilometer gemeinsam gelaufen, jedoch merkte ich, dass ich mich zu sehr an ihr orientierte und dadurch mein eigenes Tempo nicht finden konnte – meine alte Schwäche …
Nach knapp 59 Minuten war ich im Ziel. Der Gedanke an Nicole, mit der ich in New York den Marathon laufen möchte, ließ mich zum Schluss noch einmal Gas geben. Nicole ist mir hinsichtlich Trainingsdisziplin ein echtes Vorbild, denn sie quält sich viel mehr als ich im Training.

Nach dem Lauf ging es ab nach Hause, Duschen, 2. Frühstück, und ab Richtung Süden. Die erste Station sollte Münster sein. Als Tatort-Fans ist Münster bei Heiko und mir sehr positiv verankert – diesen Eindruck wollten wir überprüfen. Nach guten 3 Stunden auf der Autobahn kamen wir entspannt im Hotel an und spazierten durch den inneren Kern – wir waren begeistert. So eine hübsche Altstadt hatte ich nicht erwartet.
Und als wir erfuhren, dass die blauen Linien die Marathon-Strecke vom 11.09.2016 markierten, hat Münster mich umgehauen. Im Hotel liehen wir uns Fahrräder und machten am Montag die Stadt sowie die nähere Umgebung unsicher. Nachdem wir am Sonntag beim wahrscheinlich schlechtesten Italiener von Münster einkehrten, verbrachten wir in der Vinothek am Theater einen wunderschönen Abend.
Am Dienstag, den 13. September ging es weiter Richtung Frankreich.
Die Fahrt war recht angenehm, wir sind dann bis Etretat gefahren. Von diesem Ort habe ich zum ersten Mal in einer Sendung von mareTV erfahren. Der Ort liegt in einer kleinen Bucht zwischen Kreidefelsen, die einen vorgelagerten ausgepülten Bogen haben. Das sieht aus, als wären es versteinerte Mammuts, deren Rüssel ins Meer ragen. Der Strand ist voller rundgeschliffener Kiesel, es gibt hier keinen Sand. Das Geräusch der Wellen gepaart mit den in der Unterströmung tanzenden Kieseln ist eine einzigartige Musik, die nie zu enden scheint. Links und rechts ragen die „Falaises“ auf und werden vom Ufer aus angestrahlt. Das Weiß der Kreidefelsen wirkt nachts nahezu überirdisch. Der Ort ist recht klein, natürlich voller Touristen, bei denen es sich hauptsächlich um Tagesgäste handelt. Viele Häuser sind recht alt und im nomannischen Fachwerkstil errichtet. Kleine, verwinkelte Gauben, uḿrandet mit dunklem Holz, gemauert aus verschiedenen Steinarten von hell bis dunkel lassen eine Atmosphäre wie bei Harry Potter entstehen. Die „Winkelgasse“ kann direkt hier gedreht werden – phantastisch!
Natürlich sind Heiko und ich an der Steilküste unterwegs gewesen, hoch und runter, bergauf und bergab. Das muss mein Lauftraining in diesen Tage ersetzen.
Weiter geht es Richtung Honfleur.

Ostsee und endlich Bilder

Seit über eine Woche kein neuer Beitrag? Schlamperei!

Letzten Mittwoch lief ich erstmals vom Büro aus nach Hause. Die exakte Distanz sind gerade mal 13 Kilometer – aber was für welche – ich könnte mich glatt selbst beneiden, so schön ist es hier. Zunächst durch ein Waldstück zum Elbstrand, längs des Elbe-Wanderweges bis zur „Kleinen Rast“, dann unter der Elbchaussee durch, an den Grünanlagen am Botanischen Garten vorbei nach Hause. Das Wochenende haben wir mit lieben Freunden an der Ostsee verbracht – die Hälfte von uns „Ironmen“ – war das Thema klar? NEIN! Es gab so viele interessante Themen zu besprechen, und Rostock ist viel hübscher als gedacht. Warnemünde ächzte unter einer Passagier-Überflutung von 5 (!!!) Kreuzfahrtschiffen, die dort vor Anker lagen – das ist natürlich Overkill für so einen Ort. Wetter, Stimmung, Hotel und Essen hätten nicht besser sein können. Morgens ein Läufchen an der Hafenkante beruhigte mein Gewissen.

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Karibik oder Ostsee?

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So – und nun gestern:  Direkt nach der Arbeit traf ich mich mit Nicole, die am Wochenende den Heldenlauf in Blankenese absolvierte. Wir liefen wie die Hasen – naja, jedenfalls fühlte es sich so an. Auf jeden Fall lief es soooo gut, dass ich nun endlich wieder das Laufen in vollen Zügen genießen kann.

… ein Notizbuch