Swim and Run 2011 im VAF
Wie sieht das ultimativ packendste, dynamischste, brillianteste, schnellste, knackigste, kraftvollste Bild eines Schwimmers aus?
Ich hab welche im Kopf. Der Mensch im Element Wasser. Nicht aus Not, sondern weil es einfach Spaß macht sich in diesem Medium wie schwerelos zu bewegen.
- Beim Brustschwimmen könnte das Bild frontal aus einer sehr niedrigen Position, im Moment des Auftauchens, eingefangen werden. Der Kopf noch mit einer zweiten Haut aus Wasser bedeckt.
- Beim Delphin ist es sicher die weitausladende Armbewegung, bei der mit seitlicher Beleuchtung die Muskulatur plastisch hervorgehoben wird.
- Beim Rückenschwimmen ist der Moment nach der Wende, kurz bevor der erste Armzug einsetzt und der Schwimmer unter Wasser ausatmet sicher spektakulär.
- Bei diesem Wettbewerb war der Kraulstil angesagt. Gute Schwimmer bewegen sich dabei eher unter als über Wasser. Nur die Arme rotieren krafvoll sichtbar. Manche atmen bei jedem zweiten Zug nur zu einer Seite, andere jeden dritten Zug wechselnd. Ein Portait ist also nur in diesem kurzen Moment von der Seite machbar.
Beim Swim and Run starten ca. 20 Schwimmer auf den 5 Bahnen gleichzeitig. Das kann schnell drängelig werden. Triathleten kennen das von den großen Wettbewerben aber noch viel heftiger. Wer da ins Gewühl kommt, hat kaum eine Chance seinen Rhythmus durchzuziehen. Dieser individuelle Takt ist für mich der wesentliche Faktor um im richigen Moment den Auslöser zu drücken.
Ich schwimme im Kopf mit. Beobachte nach welcher Seite wann geatmet wird. Habe ich einmal den Takt des Schwimmers erfasst, kann ich vorraussehen, ob er in die Zone des besten Winkels oder Abstands zu mir kommt und ein Bild sich überhaupt lohnt.
Direkte Sonne gab es nur durch die schmalen Oberlichter der Schwimmhalle, das Becken lag zu 90% im Schatten. Mit fünf kleinen Systemblitzen, drei davon auf dem 3-Meter Brett, 2 am Beckenrand konnte eine ausreichend große Zone so ausgeleuchtet werden, dass bei ISO 200 und 1/250 noch Blenden zwischen 5,6 und 8 erreichbar waren. Lieber hätte ich gerne mit 1/1000 die Bewegungen der Hände und Wassertropfen eingefroren, aber bei dieser Art der Hochgeschwindigkeitssynchronisierung geht die Lichtleistung nur noch auf kürzester Entfernung.
In den letzen Jahren hatte ich viele Aufnahmen mit dem Standardzoom (18-200mm) gemacht und kam oft nicht nah genug heran. Dieses Mal wollte ich es mit dem langen Rohr riskieren (150-500mm). Ich hatte immer schon ein Bild eines Schwimmers vor Augen, wie er mit dem Kopf eine schöne Bugwelle schiebt, den Arm aus dem Wasser nach vorne holend, ein paar Glanzlichter auf der Haut, diamantene Wassertropfen durch die Luft wirbelnd.
Die Ergebnislisten findet ihr hier: http://www.hhtv-triathlon.de/triathlon_hamburg_ergebnislisten.php






Hallo Heiko!
Da hast Du wieder tolle Bilder geschossen! Vielen Dank, auch für die schnelle Veröffentlichung!!
So ein Bild ist eine tolle Erinnerung.
Stefan
Danke für die tollen Bilder! Großartig!
Wieder ganz fantastische Bilder! Danke, Heiko!